Ulrich Arnswald, Jens Kertscher, und Matthias Kroß
Parerga Verlag, Berlin 2004
Herausgegeben von Ulrich Arnswald, Jens Kertscher und Matthias Kroß. Im 20. Jahrhundert ist das Verhältnis von Metapher und Philosophie zu einem grundsätzlichen Problem der Selbstreflexion des Denkens geworden. Die Entlarvung der Sinnlosigkeit, Sprachwidrigkeit oder vergegenständlichenden Bildlichkeit spielt auch in Wittgensteins Philosophie eine bedeutende Rolle.
Die Sinnkritik Wittgensteins hat nun aber keineswegs zum Absterben der Philosophie geführt, sondern sein eigener Sprachgebrauch ist von schillernden Metaphern durchsetzt. Daher stellt sich auch für Wittgensteins Philosophie die Frage, wo die Grenze zwischen eigentlichem und uneigentlichem Sprachgebrauch verläuft. Trotz einer breit gefächerten analytischen Diskussion über die Semantik der Metapher gerade bei den philosophischen Klassikern des 20. Jahrhunderts ist für die Philosophie Wittgensteins bisher noch nichts Vergleichbares geleistet worden.
Die verschiedenen Beiträge dieses Bandes sollen diese Lücke schließen. Sie beleuchten die Funktion der Metapher in Wittgensteins Werk sowie hinsichtlich der Frage nach einem aus dem Werk zu extra-polierenden Beitrag Wittgensteins zu einer Semantik der Metapher.