Dieter Thomä

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Dieter Thomä, geboren 1959, war nach einem Voluntariat an der Henri-Nannen-Journalistenschule Redakteur beim Sender Freies Berlin, studierte in Berlin und Freiburg (D) und lehrte in Paderborn, Rostock, New York, Berlin und Essen.

Promotion 1989, Preis für Essayistik beim Internationalen Joseph-Roth-Publizistikwettbewerb Klagenfurt 1996; Habilitation 1997. Seit Herbst 2000 ist er Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen. 2002–2005 war er dort Abteilungsvorstand der Kulturwissenschaftlichen Abteilung; 2002–2008 war er für Buchbesprechungen zuständiger Mitherausgeber der Deutschen Zeitschrift für Philosophie; seit 2003 ist er Mitherausgeber der Reihe „Zur Einführung” des Junius Verlages. 2002/03 war er Senior Scholar am Getty Research Institute in Los Angeles, 2007/08 Fellow am Max Weber Kolleg in Erfurt; 2009/2010 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Sozialphilosophie, Ethik, Kulturphilosophie, politische Philosophie, Phänomenologie, aber in all diesen Bereichen treibt ihn doch nur eine Frage um: die sokratische Frage, „wie zu leben sei“.

Wichtige Veröffentlichungen: Väter. Eine moderne Heldengeschichte, 2008; Totalität und Mitleid. Richard Wagner, Sergej Eisenstein und unsere ethisch-ästhetische Moderne, 2006; Vom Glück in der Moderne, ³2006; Unter Amerikanern. Eine Lebensart wird besichtigt, ²2001; Erzähle dich selbst. Lebensgeschichte als philosophisches Problem, ²2007); Eltern. Kleine Philosophie einer riskanten Lebensform, ²1995; 3. um ein “Nachwort nach zehn Jahren” erweiterte Aufl. 2002; span. Übers. 1996; holländ. Übers. 2003; Die Zeit des Selbst und die Zeit danach. Zur Kritik der Textgeschichte Martin Heideggers 1910–1976, 1990.